VOR DER KI
Der Transistor: Ein winziges Bauteil verändert die Computertechnik
Elektronische Schalter und Verstärker ermöglichten kleinere und leistungsfähigere Geräte.
Ein Handy kann Milliarden Transistoren enthalten. Doch ein Transistor ist für sich genommen kein Miniaturcomputer. Er ist ein Bauteil, das ein elektrisches Signal steuern kann. In Schaltungen können Transistoren als Schalter oder Verstärker arbeiten.
Ein Durchbruch bei Bell Labs
1947 führten John Bardeen und Walter Brattain bei Bell Labs den Spitzentransistor vor. William Shockley leistete wichtige verwandte Beiträge, darunter Arbeiten am Flächentransistor. Die drei erhielten 1956 gemeinsam den Nobelpreis für Physik für ihre Halbleiterforschung und die Entdeckung des Transistoreffekts.
Ein Halbleiter ist ein Material, dessen elektrisches Verhalten sich auf nützliche Weise steuern lässt. Damit wurden Bauteile möglich, die Aufgaben übernahmen, für die zuvor größere Komponenten wie Elektronenröhren gebraucht wurden.
Warum die Kombination vieler Transistoren wichtig war
Integrierte Schaltungen vereinten viele Bauteile auf einem einzigen Stück Halbleitermaterial. Mit besseren Herstellungsverfahren passten mehr Transistoren auf kleinere Flächen. So wurden immer leistungsfähigere Prozessoren und Speicher möglich.
Der Vorteil bestand nicht allein in der Größe. Ingenieure konnten komplexe Schaltungen in einem Umfang bauen, der mit einzeln verdrahteten Bauteilen kaum praktikabel gewesen wäre.
Wo KI hinzukommt
KI-Software läuft auf Computerhardware, darunter Chips aus Transistoren. Ihre Verfahren umfassen weit mehr als Schaltvorgänge. Auch Mathematik, Daten und sorgfältig entwickelte Algorithmen spielen eine Rolle.
Der Transistor enthielt nicht schon die Idee der KI. Er trug dazu bei, die enorme Menge elektronischer Berechnungen praktisch möglich zu machen, die moderne Systeme benötigen.