VOR DER KI
Wie polnische und britische Codeknacker Enigma entschlüsselten
Mathematik, geteiltes Wissen und Spezialmaschinen halfen, Nachrichten mit einer ständig wechselnden Verschlüsselung zu lesen.
Enigma ersetzte Buchstaben nicht nach einem einzigen festen Schema. Ihre Einstellungen und beweglichen Walzen machten die Aufgabe erheblich schwieriger. Um ihre Nachrichten zu entschlüsseln, brauchte man mathematische Verfahren, Hinweise aus dem Funkverkehr und sorgfältige praktische Arbeit.
Der polnische Durchbruch
Vor dem Zweiten Weltkrieg erzielten Marian Rejewski, Jerzy Różycki und Henryk Zygalski entscheidende Fortschritte bei der Entschlüsselung der deutschen Enigma. Polnische Fachleute teilten ihr Wissen 1939 mit britischen und französischen Kollegen.
Diese Weitergabe war wichtig. Die spätere britische Arbeit begann nicht bei null. Enigmas Entschlüsselung als Leistung einer einzigen Person darzustellen, lässt die Zusammenarbeit verschwinden.
Was eine Bombe leisten konnte
In Bletchley Park entwickelten britische Teams die Bombe, eine elektromechanische Maschine. Sie prüfte mögliche Einstellungen anhand logischer Beziehungen und vermuteter Textstücke. So half sie, Kombinationen auszuschließen, die nicht funktionieren konnten.
Sie druckte nicht einfach jede geheime Nachricht im Klartext aus. Menschen mussten weiterhin nützliche Anhaltspunkte finden, Einstellungen prüfen und Ergebnisse deuten. Auch die deutschen Verfahren und Geräte veränderten sich und schufen neue Schwierigkeiten.
Maschinen waren Teil einer größeren Anstrengung
Zu dieser Geschichte gehören Mathematiker, Ingenieure, Bedienpersonal, Nachrichtendienstmitarbeiter und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Maschinen waren leistungsfähig, weil sie Teil dieser umfassenderen Arbeit waren.
Die Lehre ist konkret: Ein schwieriges Informationsproblem kann beherrschbar werden, wenn Menschen verschiedene Fachkenntnisse zusammenbringen und Werkzeuge für den wiederholbaren Teil entwickeln.